Nextlevel

Beratungsbedingungen (nur für Unternehmer)

1. Geltungsbereich, Anbieter, nur Unternehmer

1.1 Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über Beratungsleistungen zu Strategie, Prozessen, Marketing, Vertrieb und Management (im Folgenden „Beratung“) zwischen der NEXTLEVEL CORPORATE SERVICE PROVIDER - FZCO, Building A1, IFZA Business Park, Dubai Digital Park, Dubai Silicon Oasis, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, DIEZ License No. 67837, vertreten durch Tassilo Peter Seitz (General Manager), E-Mail: [email protected], Telefon: +971 58 302 5922 (im Folgenden „wir“) und dem Kunden. Für Website-Projekte gelten die AGB für Website-Projekte (https://www.nxtlvl-corp.com/agb), für die Betreuung von Websites die Betreuungsbedingungen Care (https://www.nxtlvl-corp.com/care-bedingungen). Für App-Projekte schließen wir gesonderte Verträge.

1.2 Unsere Angebote richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (bzw. des entsprechenden Rechts in Österreich und der Schweiz), juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen mit Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz (im Folgenden „Kunde“). Verträge mit Verbrauchern schließen wir nicht. Mit dem Auftrag bestätigt der Kunde, dass er für seine gewerbliche oder selbstständige berufliche Tätigkeit handelt.

1.3 Jeder Beratungsauftrag ist ein Einzelvertrag auf Grundlage eines Angebots. Individuelle Vereinbarungen im Angebot gehen diesen Bedingungen vor. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.

2. Vertragsschluss und Leistungsbeschreibung

2.1 Darstellungen auf unserer Website sind kein bindendes Angebot. Nach dem Erstgespräch erhält der Kunde ein Angebot in Textform. Es beschreibt insbesondere Gegenstand und Ziel der Beratung, die einzelnen Leistungen (z. B. Analyse, Workshops, Gespräche, schriftliche Empfehlungen), den voraussichtlichen Zeitrahmen und die Vergütung.

2.2 Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot innerhalb der darin genannten Frist in Textform (E-Mail genügt) annimmt.

2.3 Änderungen oder Erweiterungen des Leistungsumfangs vereinbaren die Parteien in Textform. Mehraufwand vergüten wir nach Ziffer 6.

3. Art der Leistung: Dienstleistung, kein Erfolg geschuldet

3.1 Wir erbringen die Beratung als Dienstleistung. Geschuldet ist die sorgfältige Erbringung der im Angebot beschriebenen Leistungen nach dem Stand unserer Kenntnisse, nicht ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg (z. B. Umsatz, Anfragen, Kostensenkung oder Marktanteil).

3.2 Unsere Empfehlungen beruhen auf den Informationen und Unterlagen, die der Kunde uns zur Verfügung stellt. Ob und wie der Kunde Empfehlungen umsetzt, entscheidet er in eigener Verantwortung.

3.3 Wir erbringen die Beratung durch die Gründer und eigene Mitarbeitende. Dritte setzen wir nur mit Zustimmung des Kunden in Textform ein.

3.4 Einsatz von KI-Werkzeugen: Wir dürfen zur Vorbereitung und Auswertung KI-Werkzeuge einsetzen. Vertrauliche Unterlagen und personenbezogene Daten des Kunden geben wir nur mit Zustimmung des Kunden in Textform an KI-Anbieter weiter. Ergebnisse prüfen wir persönlich.

4. Keine Rechts- und Steuerberatung

4.1 Wir erbringen keine Rechtsdienstleistungen, keine Steuerberatung, keine Wirtschaftsprüfung und keine Finanz- oder Anlageberatung. Wir prüfen insbesondere keine Verträge, Rechtstexte oder steuerlichen Gestaltungen.

4.2 Berührt eine Frage im Rahmen der Beratung solche Gebiete, weisen wir darauf hin. Der Kunde zieht dafür eigene Berufsträger hinzu (z. B. Rechtsanwalt, Steuerberater).

5. Mitwirkung des Kunden

5.1 Der Kunde stellt die für die Beratung nötigen Informationen und Unterlagen rechtzeitig, vollständig und zutreffend zur Verfügung, benennt eine entscheidungsbefugte Ansprechperson und nimmt vereinbarte Termine wahr.

5.2 Verzögert sich die Beratung, weil der Kunde nicht mitwirkt, verschieben sich vereinbarte Zeitrahmen entsprechend. Ein dadurch entstehender Mehraufwand wird nach Ziffer 6 vergütet, wenn wir den Kunden vorher in Textform darauf hingewiesen haben.

5.3 Sagt der Kunde einen vereinbarten Termin später als zwei Werktage vorher ab, dürfen wir den bis dahin nachweislich angefallenen Vorbereitungsaufwand nach Ziffer 6 berechnen, sofern der Kunde die Absage zu vertreten hat.

6. Vergütung und Zahlung

6.1 Die Vergütung ergibt sich aus dem Angebot (z. B. Pauschale, Tagessatz oder Abrechnung nach Aufwand). Ist eine Abrechnung nach Aufwand ohne Stundensatz vereinbart oder ist Mehraufwand nach Ziffer 2.3 oder 5.2 zu vergüten, gilt ein Stundensatz von 150 € netto. Wir rechnen in angefangenen Viertelstunden ab und fügen eine Übersicht der Tätigkeiten bei.

6.2 Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer, soweit diese anfällt. Bei Leistungen an Unternehmer in der EU oder der Schweiz kann die Steuerschuld auf den Kunden übergehen (z. B. Reverse-Charge-Verfahren); die Rechnung weist das dann aus.

6.3 Zahlungsplan und Abrechnungszeitpunkte ergeben sich aus dem Angebot. Fehlt eine Regelung, rechnen wir Pauschalen nach Erbringung der jeweiligen Leistung und Aufwand monatlich ab. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig.

6.4 Reisekosten und Auslagen erstattet der Kunde nur, wenn sie im Angebot vereinbart sind.

7. Laufzeit und Kündigung

7.1 Ein Auftrag über einzelne Leistungen endet mit deren Erbringung. Ist eine laufende Beratung vereinbart, gilt die im Angebot genannte Laufzeit; fehlt eine Regelung, können beide Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende in Textform kündigen.

7.2 Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

7.3 Bei Vertragsende vergütet der Kunde die bis dahin erbrachten Leistungen; bei Pauschalen anteilig nach dem Stand der Leistung.

8. Vertraulichkeit

8.1 Beide Parteien behandeln nicht öffentliche Informationen der anderen Partei, die ihnen im Rahmen des Vertrags bekannt werden, vertraulich und nutzen sie nur zur Durchführung des Vertrags, auch über das Vertragsende hinaus.

8.2 Das gilt nicht für Informationen, die allgemein bekannt sind oder ohne Verstoß gegen diese Pflicht bekannt werden, die der empfangenden Partei bereits rechtmäßig vorlagen oder die aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Pflichten offengelegt werden müssen.

8.3 Nach Vertragsende geben wir Unterlagen des Kunden auf dessen Verlangen zurück oder löschen sie, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

9. Datenschutz

9.1 Für die Daten des Kunden selbst (Kontakt, Vertrag, Abrechnung) gilt unsere Datenschutzerklärung (https://www.nxtlvl-corp.com/datenschutz).

9.2 Die Beratung erfolgt grundsätzlich ohne Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Kunden. Ist dafür im Einzelfall der Zugriff auf personenbezogene Daten nötig (z. B. Kunden- oder Vertriebsdaten), schließen die Parteien vorher einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Bis dahin stellt der Kunde solche Daten nur anonymisiert zur Verfügung.

10. Rechte an Arbeitsergebnissen

10.1 Der Kunde erhält mit vollständiger Zahlung das einfache, zeitlich und räumlich unbeschränkte Recht, die für ihn erstellten Arbeitsergebnisse (z. B. Präsentationen, Konzepte, Auswertungen) für eigene betriebliche Zwecke zu nutzen und zu bearbeiten, auch durch mit ihm verbundene Unternehmen und eigene Berater.

10.2 Allgemeine Methoden, Vorlagen und Erfahrungswissen, die wir unabhängig vom Auftrag nutzen, bleiben unsere.

10.3 Wir nennen den Kunden nur mit seiner Zustimmung in Textform als Referenz.

11. Haftung

11.1 Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften und soweit wir eine Garantie übernommen haben.

11.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, je Schadensfall höchstens jedoch auf den höheren der folgenden Beträge: die vereinbarte Netto-Vergütung des Auftrags oder 2.500 €. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

11.3 Außerhalb der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haften wir bei leichter Fahrlässigkeit nicht für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Umsätze und mittelbare Schäden.

11.4 Wir haften nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass Informationen oder Unterlagen des Kunden unrichtig oder unvollständig sind oder dass der Kunde Hinweise von uns übergeht; trifft uns daneben ein eigenes Verschulden, wird es nach den gesetzlichen Grundsätzen des Mitverschuldens berücksichtigt. Ziffer 11.1 bleibt unberührt.

11.5 Die vorstehenden Begrenzungen gelten auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen. Schadensersatzansprüche verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn, außer in den Fällen der Ziffer 11.1.

12. Änderungen dieser Bedingungen

Für bereits geschlossene Verträge gelten diese Bedingungen in der Fassung bei Vertragsschluss. Änderungen gelten für laufende Verträge nur, wenn der Kunde ihnen in Textform zustimmt.

13. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

13.1 Es gilt das Recht der Vereinigten Arabischen Emirate, wie es im Emirat Dubai anwendbar ist, unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Soweit ein Kunde entgegen Ziffer 1.2 Verbraucher ist, gilt diese Rechtswahl für ihn nicht; es gilt das nach den gesetzlichen Vorschriften anwendbare Recht, und die Gerichtsstände zu seinen Gunsten bleiben unberührt. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Ziffer 9.2 unterliegt abweichend davon deutschem Recht.

13.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in der EU, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Dubai, Vereinigte Arabische Emirate; wir sind berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.

13.3 Verweise in diesen Bedingungen auf Vorschriften des deutschen Rechts (z. B. § 14 BGB) dienen der Beschreibung des Gemeinten; die Regelungen gelten als vertragliche Vereinbarung auch dann, wenn das gewählte Recht keine entsprechende Vorschrift kennt.

14. Schlussbestimmungen

14.1 Sind einzelne Bestimmungen unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Regelung tritt die gesetzliche.

14.2 Erklärungen nach diesem Vertrag bedürfen der Textform (E-Mail genügt).

14.3 Der Kunde kann Rechte aus diesem Vertrag nur mit unserer Zustimmung abtreten; § 354a HGB bleibt unberührt.

Stand: Oktober 2026